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Von der Unfähigkeit zu Schreiben

Ich habe lange überlegt, mit welchem Kapitel des Buches ich beginnen sollte. Stundenlang habe ich mich gequält, die Vor- und Nachteile bestimmter Stellen abzuwägen, verschiedene Konzepte auszuarbeiten und alles genaustens durchzuplanen.

Schließlich bin ich zu einem Entschluss gekommen.

Und zwar, dass ich den ganzen Schwachsinn wieder vergesse und einfach frei nach Schnauze schreibe, was mir gerade einfällt. Demnach ist dieses Kapitel nicht das Tollste oder das Wichtigste oder das Allererste, es ist einfach zufällig an diese Position gerutscht und kann sich darüber nun entweder freuen oder ärgern.

Von der Unfähigkeit zu Schreiben

oder

 Warum mein Kopf so fies zu mir ist

Es ist der helle Wahnsinn.

Obwohl ich nicht einmal weiß, ob es auch einen dunklen Wahnsinn gibt, aber wir wollen ja nicht so kleinlich sein, außerdem heißt es dann wieder ich sei politisch inkorrekt und würde Witze auf Kosten von Minderheiten machen.

Auf jeden Fall, stellen Sie sich mal die folgende Situation vor:

Ein regnerischer Tag in einer Stadt voller Taubenkacke, Baustellen und Dönerläden. Sie laufen durch das Gewirr aus Omas, Pennern, Kinderwägen und falsch fahrenden Autos in der Fußgängerzone umher. Auf dem Boden liegen Zigarettenstummel, wahlweise auch Taubeneingeweide oder Erbrochenes, je nachdem, was sich heute wieder zugetragen hat. Der Regen klatscht ununterbrochen auf Ihren Schädel, die Frisur ist kaputt und in den teuren Designerschuhen steht schon meterhoch das Wasser.

Wohin flüchtet man?

In die Gummibrezelbäckerei mit Selbstbedienung, in den Beate Uhse Shop oder doch lieber zum Stern-Döner? Natürlich nichts von alldem. Auch nicht in die seltsamen kleinen Absteigen, die sich selbst "Casino" schimpfen, und auch der Schutz der Straßenunterführung bietet nur wenig Wärme und Komfort. Außerdem wartet da der Zeuge mit dem Wachturm, kennen wir ja.

Und dann, die Rettung: Shopping!

Viele hübsche kleine Läden mit den verschiedensten Arten von Kleidung, von Ulla Popken (Damengröße 62  bis 78) über Kik (Einheitsgrößen zum Einheitspreis) bis hin zu New Yorker (Damengröße -28 bis 0). Schön. Für den intelligenten Teil der Weltbevölkerung gibt es noch Bücherläden und so nen Quatsch, aber damit kenn ich mich nicht so aus, also zurück zu den Kleiderläden! Moment... erst noch kurz zu Müller / dm / Schlecker/ *hier den Namen einer gängigen Drogerie einsetzen* und kostenlos schminken. Wenn man's geschickt anstellt, wird man auch nicht erwischt!

Jetzt kann's losgehen.

Aber vielleicht sollte ich, damit die Zusammenhänge und der Sinn des Ganzen (ach, das hat einen Sinn?) etwas deutlicher werden, von Anfang an beginnen, wie es überhaupt zu dieser Situation kommen konnte.

Nach der Schule will Kathy eigentlich nur nach Hause. Die Lehrer stinken entweder nach Schweiß oder unangenehmem Parfum, die Mitschülern labern blöd herum und sowieso ist noch so viel zu tun und außerdem muss sie jetzt endlich mal wieder schreiben!

Gestern Abend beim Duschen, nachts auf dem Klo, morgens beim Rauchen und eben in Chemie sind ihr mal wieder so geniale Gedankengänge gekommen, die unbedingt für die Nachwelt festgehalten werden müssen. Dann fängt sie an zu formulieren. Im Kopf natürlich, weil Schreiben sieht irgendwie blöd aus mitten in der Stadt auf dem Nachhauseweg. Aber das Buch wird mit Sicherheit ein Bestseller! Schon so oft hat sie Sachen angefangen und nicht beendet, oft ist es bei der Idee im Kopf geblieben, aber nein, diesmal wird alles anders, diesmal wird es endlich was!

Aufgrund der viel zu langen Schlange im Euroladen (wo sie sich noch eben eine Flasche Coke Zero gekauft hat) verpasst sie den Bus und steht nun im Regen mit einem Kopf voller roter und schwarzer Haare (äußerlich) und voller Ideen, Inspiration und Kreativität (innerlich).

Gut, Zeit vertreiben, der nächste Bus ins Kaff kommt ja schon in einer Stunde, Wahnsinn!

Nun springen Sie bitte wieder an den Anfang des Kapitels zurück oder lassen Sie es bleiben, es wird ohnehin auf das Selbe hinauskommen. Zumindest setzt hier die Handlung vom Anfang an.

Wie es weitergeht, kann man sich sicherlich denken.

Oder naja, wahrscheinlich eher nicht...

 Ich hab jetzt aber absolut keine Lust mehr, weiterzuschreiben, obwohl ich noch nicht einmal zum Punkt gekommen bin... aber so ist das im Leben, man soll aufhören, wenn's am Schönsten ist (also kann ich mein ganzes Leben lang weiter schreiben, yeah!) und deshalb sag ich jetzt:

Aprikosenmarmelade.

Oder auch einfach nur tschüss.

Oder wie meine Schwester schreiben würde:

baaaiiii maine süzzen schnukkiiiis hap euch gaaaaaaanz doll lüb^^ bussiii HDGDL FIUE LMAA usw usf...

Also...

tschüss!

12.3.09 18:47





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